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Bingo

Geschichte:

'Bingo' sagt man, wenn einer richtig geraten hat. Bingo ist aber auch ein Spiel, ein Lotteriespiel, und wenn man alle Zahlen hat, dann ruft man 'Bingo'. Der Ausdruck hat sich in den heutigen Sprachgebrauch geschlichen, nach dem das Spiel ein sehr populäres wurde. Erfunden haben es die Italiener um 1530, als man begann eine Art Lotterie zu spielen. 250 Jahre später lässt sich die Oberschicht der Franzosen von dem Spiel begeistern und es wird fleißig gespielt. Über 100 Jahre später entdecken die Deutschen das Spiel für sich und nutzen es für die Kinder, um ihnen spielend Mathematik, Geschichte und Aussprache beizubringen. Anfang der 1930er Jahre spielt man in den Südstaaten der USA ein gleiches Spiel mit Bohnen, und hatte man eine Reihe mit ihnen angefüllt, rief man 'Beano'. Edwin S. Lowe, ein Spielzeughersteller aus New York ,begeisterte sich für das Spiel und lässt eine etwas abgeänderte Version erarbeiten. Eine 'Testerin' ruft beim Spiel jedoch versehentlich 'Bingo'. Der weltbekannte Name ist erfunden. Ein katholischer Pfarrer benutzte das Spiel, um gemeinnützige Gelder zu 'erspielen', etwas, was bis heute noch nicht nur in den Vereinigten Staaten gemacht wird. Ende der 1960er Jahre wird das Spiel in England offiziell im 'Gaming Act 1968' als Glücksspiel erklärt und fast 20 Jahre später als nationales Spiel gespielt. Bingo geht online und heute sind mehr als drei Millionen Personen im Bingo-Fieber. Es wird vorwiegend von Frauen gespielt. In Italien geht die ältere Bevölkerung in so genannte Bingohallen, zum Spielen, aber auch zum allgemeinen Treffen und Zusammensein.


Das Spiel:

Die Spieler haben Zahlencoupons, Blätter mit Nummernquadraten. Ein so genannter Conferencier zieht aus einem Korb Kugeln oder Zettel mit Nummern und ruft diese laut aus. Jeder Spieler markiert jetzt auf seinem Spielschein die entsprechende Nummer. Entweder verdeckt er sie mit einem Steinchen oder markiert sie mit einem Stift. Gewonnen hat derjenige Spieler, der als erstes ein ganzes Feld vervollständigt hat. Er ruft dann 'Bingo' und erhält entweder einen Sach- oder Geldpreis. Die Spielscheine werden am Anfang gekauft.


Interessantes:

Es ist ähnlich der Lotterie, jedoch spielt man in großen oder kleinen Gesellschaften, es fördert also das soziale Verhältnis unter einander und ist somit nicht wie das offizielle Lotto ein Einzelspiel. Kirchen organisieren oftmals große Bingorunden, um öffentliche Gelder zu sammeln und gleichzeitig die Kirchengemeinde spielerisch zusammen zu bringen. Kurios ist das Kuhfladen-Bingo. Hier wird eine Wiese in Quadrate unterteilt und die Spielteilnehmer wetten, in welchem Feld die Kuh ihren Kuhfladen fallen lässt. Ländlicher Zeitvertreib? In den USA gibt es das Gegenpendant als Chicken-Shit-Bingo - das selbe nur mit Hühnern in einem Hühnerstall. Ob die Kuh oder das Huhn auch etwas von dem Gewinn bekommen? Nicht weniger kurios ist das Bullshit-Bingo, dass in Konferenzen und Videoseminaren gespielt werden kann lt. des unbekannten Erfinders. Auf einem Block kreuzt man gewisse Worte an, die während der Konferenz fallen. Der erste, der den Block komplett hat, steht auf und ruft 'Bullshit'. Das macht gewiss so manche Konferenz interessanter... ob es der Qualität zugute kommt, soll dahin gestellt sein.

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