BlackJack
Geschichte:
Eines der beliebtesten Kartenspiele der Welt und ist ein Mix aus Können und Glück. Der Ursprung des Black Jacks ist nicht genau nachzuvollziehen, aber es gibt zahlreiche ähnliche Vorläufer aus denen er wahrscheinlich entstanden ist. Das spanische Quinze, das englische One-and-Thirty, das französische Trente-et-Quatre oder das italienische Baccarà sind Vorläufer, die teils auch heute noch gespielt werden. Sie sind alle hauptsächlich im Mittelalter aufgetaucht und waren eines von vielen Glücksspielen, die schon seit mehr als 4.000 Jahre gespielt werden. Die Form des Kartenspiels jedoch ist nicht so lange belegbar wie bei Brettspielen und ähnlichen. Einen schriftlichen Beleg für standardisierte Kartenspiele gibt es erst seit 1440, als Johann Gutenberg die ersten Spielvariationen druckt. Sie sind anfänglich nur unter den Reichen und Adeligen populär. Allen Spielen blieb gemein, dass sie eine gewisse Anzahl von Spielern benötigten, die in großen Gesellschaften natürlich leicht zu finden waren. Als das Twenty-One in Amerika vorgestellt wurde, versuchte man seine Unpopularität mit Boni zu mehr Beliebtheit zu verhelfen. Dazu zählte der Treffer eines Ass mit einem schwarzen Buben - die zusammen 21 ergaben - und der Name des Black Jack wurde eingeführt - Jack ist das Wort für den Buben im amerikanischen. Das Spiel gewann schnell an Beliebtheit in den Kasinos.
In der modernen Zeitrechnung ist der Black Jack neben Roulette eines der beliebtesten Glücksspiele. Mit der Verbreitung des Internets hat es nochmals einen erheblichen Schwung nach oben erreicht, denn die Online-Spiele ermöglichen es jedem, auch zuhause am heimischen Computer in eine große Spielerrunde einzutreten und so sein Glück und Können unter Beweis zu stellen.
Das Spiel:
Im privaten Bereich wird mit einem Kartenspiel - französische - gespielt, in den Kasinos wird meist mit bis zu 6 Kartenpaketen gespielt. Der Croupier sitzt an der einen Seite des Tisches, an der anderen halb runden - sofern im Casino gespielt - sitzen bis zu 7 Spieler. Ziel des Spieles ist es, 21 Punkte in zwei oder mehr Karten zu erreichen. Gewonnen hat auch derjenige, der der Zahl am nächsten ist, allerdings nach unten hin, darüber hinaus hat er in jeden Fall verloren. Dabei zählen die Asse entweder 1 oder 11 Punkte - es wird vorher bekannt gegeben - die Bildkarten jeweils 10 und die Zahlenkarten ihre Nummer entsprechend.
Die Spieler setzten jetzt zuerst ihren Einsatz. Dann verteilt der Croupier - Kartengeber und Spielleiter - jeweils eine aufgedeckte Karte an alle Spieler plus sich selber. Danach bekommen alle Spieler noch einmal eine aufgedeckte Karte, der Croupier jedoch nicht. Daraufhin kann jeder Spieler eine weitere Karte 'kaufen', solange bis er glaubt, nahe genug an die 21 Punkte zu kommen. Erst wenn alle Spieler 'bedient' sind, zieht der Croupier eine weitere Karte für sich. Alle Spieler, die vorher schon die erforderlichen 21 Punkte überschritten haben, fallen aus und müssen die Karten abgeben, der Einsatz geht an den Croupier. Hat der Croupier mit der zweiten Karte 17 Punkte oder mehr erreicht, darf er keine weitere ziehen, hat er weniger als diese muss er noch eine Karte ziehen. Dabei muss er das Ass mit 11 Punkten belegen, es sei denn er überschreitet damit die 21 Punkte, dann darf er es als einen Punkt zählen. Überschreitet der Croupier die 21 Punkte, haben automatisch alle anderen Spieler gewonnen. Ansonsten gewinnt derjenige, der noch näher als der Croupier an den 21 Punkten ist. Bei Punktegleichstand, ist unentschieden und keiner gewinnt oder verliert. Der Gewinner bekommt den Einsatz 1:1 ausgezahlt. Bei einem Siebener-Drilling - 3 Siebener - gewinnt der Spieler sofort, egal wie die Karten des Croupiers ausfallen. Ausgezahlt wird im Verhältnis 3:2. Der Black Jack - ein Ass und eine Zehn bzw. Bild - lässt den Spieler ebenfalls sofort gewinnen und eine 3:2 -Auszahlung erhalten. Hat jedoch der Croupier ebenfalls einen Black Jack ist das Spiel unentschieden.
Man kann jedoch eine Insurance einzahlen gegen den Black Jack des Croupiers, die in dem Falle eine 2:1 Auszahlung sichert. Hat der Croupier jedoch keinen Black Jack, wird die Versicherung eingehalten. Der Spieler kann auch seine Karten splitten und sozusagen mit 2 Spielen - und zwei Einsätzen - spielen. Verdoppelt der Spieler nach seinen ersten 2 Karten seinen Einsatz, erhält er nur noch eine zusätzliche Karte. Man kann beim Spielbeginn noch zusätzlich darauf wetten, dass der Dealer sich überkauft (Bust) und bekommt im positiven Falle das fünffache des Wetteinsatzes ausgezahlt.
Es gibt verschiedenste Varianten und Strategien um dem Croupier 'ein Schnippchen zu schlagen'.
Interessantes:
Viele der Spiele werden bis zu 10 Personen gespielt, so beispielsweise Seven-and-a-Half. Das italienische Baccarà wurde erst in den letzten Jahren des 16. Jahrhunderts in Italien bekannt und wird seit dem gerne gespielt. Auch die Russen spielen dieses Spiel und nennen es Ochko. In den Kasinos heute wird selten noch von Hand, sondern die Karten über elektronische Mischmaschinen gemischt. Das spart Zeit und kann eventuelle Kartenzähler unter Kontrolle halten.
In den 50er und 60er Jahren kamen die Kartenzähler ins Spiel, die die Karten so 'voraussehen' konnten, dass sie zu hohen Gewinnen kamen. Man ging systematisch gegen sie vor, setzte eigens Detektive auf sie an und versuchte so den eigentlichen Betrug abzufangen. Eine solche Geschichte mit Studenten aus Kalifornien wurde unlängst als Kinofilm verfilmt.
Der Name Black Jack wurde zur Zeit der Piraterie auch auf die schwarze Flagge mit dem Totenkopf bezogen, in Anlehnung an den Union Jacks Großbritanniens. Der englische Formel-1-Fahrer Jack Brabham wurde in den 50er/60er Jahren ebenfalls so genannt.