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Gin Rummy

Geschichte:

Elwood T. Baker vom Knickerbocker Whist Club in New York wird die Erfindung des heute bekannten Gin Rummy zugeschrieben. Es basiert jedoch wahrscheinlich auf dem mexikanischen Conquian, das in Mexiko und den Randstaaten der USA gespielt wurde. 1909 stellte er etwas neue Regeln auf und nannte es Gin Rummy, weil in den meisten Fällen um ein Glas Gin gespielt wurde. In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckten es dann Hollywoods Diven und es wurde in den Filmkreisen nicht nur privat, sondern auch in vielen Filmen gespielt. Und so begann seine Rundreise um die Welt.


Das Spiel:

Gin Rummy ist ein Kartenspiel für zwei Personen. Es wird mit einem Kartensatz französischer Karten gespielt. Zu Beginn wird der Stapel gemischt, jeder der Spieler zieht eine Karte und der mit der niedrigeren mischt die Karten nochmal und gibt dem anderen Spieler 11, sich selber 10 Karten. Die restlichen gehen als verdeckter Stapel in die Tischmitte. Es beginnt jetzt der Spieler, der anfangs die höhere Karte gezogen hatte und legt eine Karte, die er meint, nicht zu gebrauchen, aufgedeckt ab. Die Karten werden nach Kombinationen geordnet und heraus gelegt. Dabei kann es sich um 3-4 gleichwertige Karten handeln (z. B. 4 verschiedene Könige) oder auch um eine Folge von mindestens 3 Karten und der selben Farbe (nur Herz, Pik, Kreuz oder Karo). Die Karten haben den Wert, der aufgedruckt ist, wobei die Bildkarten jeweils 10 Punkte zählen und das Ass nur einen und nur als Anfangskarte gelegt werden kann (also nicht nach dem König). Man kann jetzt ziehen und ablegen, solange bis man die richtigen Karten in der Hand hält. Kann man ablegen, wird geklopft und die Karten heraus gelegt, die Sequenzen genauso wie die 'unbrauchbaren'. Eine wird verdeckt auf dem Ablegestapel gelegt. Der Gegenspieler legt jetzt seine Karten ebenfalls raus und darf dabei an die anderen Sequenzen anlegen, sie jedoch nicht verändern, keine Karte wegnehmen, um selber eine Sequenz legen zu können.
Es muss nicht sofort geklopft werden, es kann auch weiter gespielt werden bis alle Karten eine Sequenz ergeben und keine Minuspunkte verbleiben.
Hat man alle Karten zusammen heraus gelegt, ohne 'schlechte', dann nennt man es einen Gin. In diesem Falle darf der Gegner zwar heraus- aber nicht anlegen und seine schlechten Karten werden zuzüglich 20 Gin-Bonus-Punkte aufgeschrieben.

Die letzten beiden Karten des Spiels werden nicht aufgehoben und das Spiel - wenn bis hierhin noch nicht geklopft wurde - ist ein 'no game'. Die Punkte werden nicht gezählt. Hat allerdings der Gegenspieler in diesem Falle einen Gin oder kann eine Sequenz herauslegen, wenn er die abgeworfene Karte zieht, gilt das Spiel als gewertet.

Ziel ist es, 100 gute Punkte zu erreichen. Hat der Gegner des Klopfers weniger oder auch gleich viele schlechte Punkte, werden diese als Gutpunkte notiert und ein Bonus von 10 dazu gefügt. Hat der Klopfer weniger, so wird die Differenz zwischen den Punkten ihm als Gutpunkte zugeschrieben.

Eine Partie besteht aus mehreren Spielen und bei Beendigung werden noch Bonuspunkte vergeben. Der Spieler, der zuerst 100 Punkte hat, bekommt noch einmal die selbe Menge als Bonus (game bonus). Hat dabei der Gegner gar keine Punkte, bekommt er nochmals 100 dazu (shutout bonus). Und jeder Spieler bekommt 20 Punkte für sein gewonnenes Spiel (box bonus). Am Ende werden die beiden Punktestände gegeneinander subtrahiert und der niedrigere bezahlt den Unterschied an den höheren.


Interessantes:

Ist gibt auch hier die verschiedensten Varianten, bei denen die Regeln beliebig geändert werden, was auf jedem Fall vorher geklärt werden sollte. Auch gibt es Spiele mit mehreren Spielern, wo einer gegen die anderen spielt. Diese Variante nennt sich Chouette.

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