Katz und Maus
Geschichte:
Das 'Katz & Maus'-Spiel ist ein Kartenspiel, das auch als Skip-Bo bzw. 'Spite and Malice' bekannt ist. Unter dem Namen Skip-Bo wurde es erstmals 1967 in den USA und in Deutschland in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt. Es ist ein leicht verständliches Spiel und wird sehr häufig gespielt. Es eignet sich auch für Kinder ab 8 Jahren, es können 2 bis 6 Spieler spielen und kann bis zu einer halben Stunde pro Spiel dauern.
Das Spiel:
Ziel des Spieles ist es, seine Karten als erster abzulegen. Es gibt insgesamt 104 Karten, also zwei Kartenspiele. Das As gilt als 1 und mit ihm wird begonnen. Bis zur Dame wird hoch gestapelt, der König gilt als Joker. Die Karten werden gemischt, jeder Spieler zieht eine Karte und derjenige, mit der höchsten Nummer (Joker sind ausgenommen) verteilt die Karten. Jeder Spieler bekommt bis zu 20 Karten, wenn man das Spiel zu zweit spielt. Jeder legt seinen Kartenstapel verdeckt vor sich hin, der Geber legt die übrig geblieben verdeckt in die Mitte. Von diesem Kartenstock können die Spieler zusätzliche Karten während des Spiels ziehen. Jeder der Spieler legt nun die erste Karte seines Stapels aufgedeckt auf seinen Stapel. Während des Spiels werden 4 weitere Ablegestapel neben dem mittigen gelegt und jeder Spieler legt für sich ebenfalls 4 weitere Hilfsstapel.
Nur die oberste Karte des Spielerstapels wird gespielt. Die Ablegestapel, die man während des Spiels in der Mitte bildet, müssen entweder mit der 1 oder aber einer Jokerkarte begonnen werden. Man baut sie dann von As bis Dame nach oben auf. Ist ein Stapel vollständig, wird er vom Tisch genommen oder aber unter den Kartenstock gemischt. Der Spieler kann zusätzlich für sich selber noch 4 Hilfsstapel errichten, wobei die Reihenfolge der Karten hier unerheblich ist. Doch darf dann immer nur die oberste Karte gespielt werden.
Der erste Spieler nimmt nun 5 Karten von dem Kartenstock auf (in die Hand) und kann entweder mit einem As oder einem Joker den ersten Ablegestapel beginnen. Er kann solange weiter spielen, wie er ablegen kann. Spielt er dabei alle Handkarten aus, nimmt er weitere 5 vom Kartenstock. Hat der Spieler bereits einen oder mehrere Hilfsstapel, kann er aus 3 Quellen den Ablegestapel bauen: seinen Spielerstapel, den Handkarten und den Hilfsstapeln. Dabei ist es immer sinnvoll, zuerst den Spielerstapel abzubauen, da nur der Spieler gewinnt, der den Stapel komplett abgelegt hat.
Spielt man um Punkte, bekommt der Gewinner 25 Punkte gutgeschrieben und zusätzliche 5 für jede Karte des Spielerstapels seiner Mitspieler. Die Kartenzahl spielt hier keine Rolle. Der Spieler, der zuerst 500 Punkte erreicht, gewinnt.
Spielt man in Teams, kann man seinem Partner 'Anweisungen' geben, er solle eine bestimmte Karte seines Spiels auf den Ablegestapel legen. Dadurch kann man schneller an sein Ziel kommen, denn man spielt zu zweit gegen die anderen Teams.
Interessantes:
Nimmt ein Spieler versehentlich zu viele Karten vom Kartenstock, muss er die zusätzlichen unter seinen Spielerstapel legen (also zusätzlich abgebaut werden). Spielt man in Teams, müssen immer beide Partner ihre Spielerstapel beendet haben. Ist während des Spiels der Spielerstapel weg, spielt man solange, bis auch die Hilfsstapel abgebaut sind und man 'Kartenlos' ist. Seine Runde beendet der Spieler, in dem er eine Karte auf einen seiner Hilfsstapel legt. Hat der Spieler, der dran ist, noch 4 Karten in der Hand, braucht er nur eine Karte vom Kartenstock ziehen, damit er wieder 5 in der Hand hält. Ist der Kartenstock gänzlich aufgebraucht, aber keiner der Spieler hat seinen Spielstapel abgebaut, gewinnt derjenige, der am wenigsten Karten auf diesem liegen hat. Ist dieser allerdings bei beiden gleich, bleibt es unentschieden.