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Solitaire / Spider Solitaire

Geschichte:

Solitaire bedeutet 'alleine, einsam' und kommt aus dem französischen. Wahrscheinlich spielten es schon die damaligen jungen Adeligen, um sich die Zeit zu vertreiben, wenn sie alleine waren und keinen Spielpartner hatten. Es wurde oftmals genutzt, um seine Zukunft vorauszusagen, also eine Art Kartenlegen mit Schicksalslesung. Die ersten Bücher über das Solitaire-Spiel wurden um 1800 verfasst. Doch nimmt man an, dass der Ursprung des Spieles im Kartenlegen der alten Ägypter-Dynastien liegt, die diese nutzten, um die Zukunft vorauszusehen. Die Karten wurden nach gewissen Regeln gelegt und ging das Spiel 'auf', war es ein gutes Omen für die vorher gestellte Frage bzw. das geplante Unternehmen. Als Spiel wird es 1783 in einem deutschen Buch erstmals erwähnt und wird sowohl als 'cabala' wie auch als 'Patience' bezeichnet. Sicher ist jedoch, dass es hauptsächlich im baltischen Raum als Spiel gespielt wurde und nicht nur als weise Kartenlesung. Hier wurde es jedoch zunächst zu zweit gespielt und erst im Nachhinein auf eine Person umgeändert. Heute wird es Solitaire, aber auch Patience genannt.


Das Spiel:

Das Solitaire wird von einem Spieler alleine gespielt. Es werden zwei einfache französische Kartenspiele zu je 52 Karten und ohne Joker dafür gemischt. Man beginnt mit dem Auflegen von zweimal vier Karten und lässt in der Mitte einen Freiraum für die Asse. Jetzt legt man die Karte der abbauende Folge an, also von König zur zwei. Man kann immer nur einzelne Karten auf dem Tisch bewegen, hat man 'Freiräume' kann man jedoch diese nutzen. Kann man nichts mehr von den aufgedeckten Karten anlegen, wird von dem verdeckten Haufen auf den Stapel eine neue Karte aufgedeckt gelegt. Die Patience, der Solitaire geht auf, wenn alle Karten korrekt auf dem jeweiligen Farb-Ass aufgestapelt sind.


Beim Spider-Solitaire spielt man mit 44 verdeckten Karten in 10 Reihen und 4 Reihen à 5 Karten und 6 Reihen à 4 Karten. Daraufhin legt man auf jede aufgedeckte Karte eine weitere aufgedeckte von dem Stapel der restlichen 50 Karten. Es müssen alle 8 Stapel komplett gelegt werden, wobei der König die höchste, das Ass die niedrigste Karte ist. Ein richtig sortierter Stapel kann komplett verschoben werden. Neue Karten kann man nur legen, wenn alle Plätze besetzt sind. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich, wenn alle 4 Farben im Spiel sind, bei dem jede Farbkarte auf einander folgen muss und sie nicht gemischt werden können. Das würde den Stapel blockieren. Man kann aber 'ablagern' und in einem zweiten Moment dort die Folge wieder entnehmen.


Interessantes:

Solitaire kann man alleine spielen, entweder um sich die Zeit zu vertreiben oder aber auch zu meditieren und das Voraussehen zu trainieren. Das Spiel ist heute ein Standard-Spiel bei vielen Computerspielen der einzelnen Anbieter und wird unter anderem auch als Spider-Solitaire angeboten. Als Kartenspiel gibt es so genannte Patience-Karten, die etwas kleiner sind als die herkömmlichen und so besser auf dem Tisch ausgelegt werden können. Die Version für zwei Personen nennt sich Zank-Patience, man spielt mit zweimal 52 Karten und jeder legt auf seiner Seite nur 4 Karten auf. Man kann jedoch bei dem anderen Spieler anlegen und 'umbauen'. Kann man nichts mehr bewegen, nimmt man eine Karte von seinem verdeckten Stapel und legt diese an oder aufgedeckt als neuen Stapel. Vorrangig müssen die Karten auf die Asse gelegt werden, die sich auf dem Tisch befinden. Versäumt es ein Spieler, kann sein Gegner ihn stoppen und er muss sein Spiel abgeben.

Das Spiel bzw. Kartenlegen nannte sich in den skandinavischen Ländern 'kabal', 'Geheimnis'.

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