Sudoku
Geschichte:
Wer logische Rätsel liebt, liebt Sudoku. Trotz des Namens ist Sudoku eigentlich ein Amerikaner, denn es wurde von Howard Garns für das Rätselheft Dell Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts erfunden. Es basierte jedoch auf den 'Vorläufern' des 'carré latin' aus dem 16. Jahrhundert und dem 'carré magique diabolique' vor dem ersten Weltkrieg. Diese waren aber noch nicht so stark unterteilt wie die heutigen Sudoku. Erst Mitte der 80er wurde es dann in Japan populär und erhielt dort seinen heutigen Namen: Sudoku, die Kurzform für den Satz 'Eine Zahl bleibt immer alleine'. Wayne Gould, Neuseeländer, ertüftelte 6 Jahre lang ein Computer-System, in dem man die Rätsel per Knopfdruck erstellen konnte und verkaufte diese dann an die Londoner Times. Damit begann der Lauf gen Europa und seit Ende 2005 werden die Rätsel wöchentlich in vielen Zeitungen, Zeitschriften etc. veröffentlicht. Es gibt außerdem die Varianten des Brettspiels und des Online-Sudoku.
Das Spiel:
Das Sudoku-Spiel besteht aus einem Gitter in der Regel mit 3 x 3 mit jeweils 9 Feldern. Es ist bereits eine kleine Anzahl von Zahlen vorgegeben. Ziel ist es jetzt, die restlichen Felder mit den Zahlen 1 - 9 so zu füllen, dass diese jeweils einmal in der Reihe, Spalte und Block vorkommen. Ziffern sind die am häufigsten benutzten Elemente, weil sie am einfachsten zu kontrollieren sind. Es gibt aber auch Sudoku mit zum Beispiel Buchstaben.
Um ein Sudoku zu lösen, braucht man keine mathematischen Kenntnisse. Die Lösung eines einfacheren Rätsels hat man in weniger als 15 Minuten, schwierige können auch stundenlang dauern. Am leichtesten ist es, wenn man systematisch vorgeht. Man scannt, in dem man guckt, in welchem Block welche Zahl fehlt und ob in den Nachbarblocks schon vorhanden. Dann kontrolliert man, in welche Reihe und Spalte sie nicht passt und schreibt sie in das einzig mögliche Feld. Jeder findet hier mit der Zeit die richtige Vorgehensweise, die für ihn am einfachsten ist. Auch das Notieren von Zahlen am Rand kann hilfreich sein, wenn man mehrere Möglichkeiten hat, diese einzutragen. Die Varianten von sechs und acht sind einfacher als zum Beispiel die mit 12 Zahlen. Auch sind die Sudoku nach Schwierigkeitsgrad unterteilt, von ganz leicht bis sehr schwer. Hierbei ist die Anzahl der vorgegebenen Zahlen ausschlaggebend, um so mehr, um so leichter, um so weniger, um so schwerer.
Interessantes:
Sudoku ist ein Rätsel, dass dem logischen Denken hilft und einem wieder mehr Beweglichkeit gibt, logische Folgerungen zu schließen. Seit 2006 gibt es regelrechte Sudoku-Weltmeisterschaften, in denen zweimal ein amerikanischer Chemiestudent gewann. Die ersten Weltmeisterschaften wurden von dem italienischen Verlag Nonzero in Lucca veranstaltet. Die Varianten sind zum Beispiel auch mit bunten Feldern, die dann im Kreuz liegen und ebenfalls nur einmal die Ziffern 1 - 9 enthalten dürfen. Auch große Rätsel wie der Sudoku-Würfel oder -Kreis sind hervorragende Trainer für die grauen Zellen.